Bikonisches Gefäss auf Trichterfuss. Hervorzuheben ist der vergleichsweise reiche plastische Dekor: Am Übergang zur Schulter zwei einander gegenüberliegende rundstabige Doppelhenkel in vertikaler Ausrichtung; dazwischen je ein Dorn, der von einer Rippe bogenförmig überspannt und seitlich von jeweils zwei vertikalen Rippen gerahmt wird. Den Deckel ziert eine Applik in Form eines stilisierten Vogels. Auf der konvex gewölbten Oberseite des Deckels eine (möglicherweise intentionelle) Ritzung aus mehreren Linien, deren Bedeutung unklar bleibt. Das Gefäss wurde auf der Töpferscheibe gedreht, einer Technik, die in der 2. Hälfte des 8. Jhs. v. Chr. unter griechischem Einfluss in Mittelitalien eingeführt worden ist. Vogel in drei Fragmenten wiederangesetzt. Kleine Absplitterung am unteren Deckelrand (überwiegend innen) sowie am Ansatz eines Dorns.
PROVENANCE
Vorm. Privatslg. W. H., Köln, erworben in den 1970er Jahren. Danach deutscher Kunsthandel, 2020.
NOTE
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